Kindersicherung im Auto

Allgemeine Informationen

Über 15.000 Kinder verunglücken jährlich als Mitfahrer in Pkw. Die Mitfahrt im Auto ist für Kinder gefährlicher als zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Bei einem Aufprall von nur 50 km/h werden nicht gesicherte Kinder mit einer Wucht nach vorne geschleudert, die einem Sturz aus der 4. Etage eines Hauses gleichkommt. Ungesicherte Kinder haben ein siebenfach höheres Risiko, schwere bis tödliche Verletzungen zu erleiden als Kinder, die ordnungsgemäß in Rückhalte-Systemen gesichert sind.

Was sagt das Gesetz?

"Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind", so der Wortlaut der Straßenverkehrsordnung, "dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen benutzt werden, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind". Diese Regelung ist eigentlich nicht schwer zu verstehen und leicht zu verwirklichen.

Das heißt also, jedes Kind, egal ob es vorne oder hinten im Auto sitzt, muss entsprechend seinem Alter bzw. Gewicht oder seiner Körpergröße gesichert werden. Kinder dürfen auf dem Rücksitz nur dann ohne speziellen Kindersitz mitfahren, wenn die Sicherung anderer Personen die Befestigung von Rückhalte-Systemen nicht ermöglicht. Allerdings sollten Sie in diesem Falle überlegen, ob Sie nicht lieber Ihrem Kind zuliebe auf die Mitnahme des Kindes verzichten.

Übrigens: Die Mitnahme von nicht gesicherten oder falsch gesicherten Kindern kann im Falle eines Unfalls zu Haftungsproblemen (Regress) bei den Versicherungen führen.

Fahrten mit dem Taxi

Auch bei der Fahrt mit dem Taxi müssen Kinder gesichert werden. Die Fahrzeuge brauchen aber nur Kindersitze der Gruppen I bis III vorzuhalten. Pro Taxi müssen max. zwei Kinder gesichert werden können, eins davon wenigstens mit einem Kindersitz der Gruppe I.

Schwangere

Der Schutz des Kindes bei jeder Fahrt im Pkw fängt schon vor der Geburt an. Schwangere müssen ganz besonders darauf achten, dass der normale Drei-Punkt-Gurt richtig geführt wird. Der Beckengurt muss dabei straff zwischen Bauch und Oberschenkel anliegen. Vom Anschnallen allein mit dem Beckengurt ist jedoch dringend abzuraten. Schwangere sollten steil im Auto sitzen (Rückenlehnenposition) und für den Notfall immer den Mutterpass mit sich führen (innenliegend die Telefonnummer des Partners für den Notfall). Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Verwarnungsgeld und Versicherungsschutz

Sichern Sie Kinder nicht entsprechend der gesetzlichen Vorschriften, riskieren Sie ein Verwarnungs- oder Bußgeld und ggf. die Eintragung eines Punktes im Verkehrszentralregister. Die Höhe des Verwarnungs- bzw. Bußgeldes richtet sich nach der Anzahl der nicht oder nicht richtig gesicherten Kinder. Der Versicherungsschutz kann eingeschränkt sein, auch dann, wenn Sie den Unfall nicht verschuldet haben. Und bedenken Sie: Die Folgen eines Unfalls mit womöglich lebenslangen Beeinträchtigungen müssen Ihre Kinder tragen.

Fünf Klassen für die Sicherheit

Die Wahl des richtigen Kindersitzes für Ihr Kind hängt vor allem vom Körpergewicht ab. Alter und Körpergröße sind weitere Anhaltspunkte, die Ihnen verdeutlichen, welcher Sitz für Ihr Kind der richtige ist. Alle Rückhaltesysteme gibt es mit Varianten in der Gurtführung und -befestigung. Bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird, sollten die Eltern sich unbedingt vergewissern, ob der Nachwuchs den ausgewählten Sitz auch mag und bequem darauf sitzen kann. Der Einbau eines Kindersitzes ist in der Regel völlig unkompliziert. Trotzdem sollte die Montage-Anleitung des Herstellers herangezogen werden, um zu vermeiden, dass sich nicht doch ein Fehler einschleicht. Ebenso sorgfältig ist zu beachten, dass die kleinen Mitfahrer/innen immer fest genug angeschnallt sind. Denn zu locker sitzende Gurte sind fast so riskant wie gar keine.

  • Die ECE-Gruppe 0
    Für Babys bis zum Alter von ca. 9 Monaten (ca. 10 kg Gewicht)
  • Die ECE-Gruppe 0+
    Für Kleinkinder bis ca. 18 Monaten (ca. 13 kg)
  • Die ECE-Gruppe I
    Für Kinder von 9 Monaten bis zu 4 Jahren (zwischen 9 und 18 kg )
  • Die ECE-Gruppe II
    Für 4 bis 7-Jährigen, die zwischen 15 und 25 kg wiegen.
  • ECE-Gruppe III
    Für die Größeren, 7 bis 12 Jahre alten Kinder (bzw. 22-36 kg Gewicht).
    Es empfiehlt sich immer eine Sitzerhöhung mit einer Rückenlehne zu verwenden.

Welcher Kindersitz ist der Richtige

Die Zahl der angebotenen Rückhalte-Systeme ist nahezu unüberschaubar groß. Bei der Suche nach dem richtigen Sitz sollten Sie auf folgende Punkte achten: Der Sitz muss amtlich genehmigt sein und über eine ECE-Prüfplakette verfügen. Jedes Kinderrückhaltesystem hat ein Etikett (meist orange) oder eine Prüfplakette. Auf dieser findet sich immer ein "E" im Kreis, gefolgt von einer Zahl. Unter dem Kreis steht eine Zahlenkombination. Die ersten beiden Ziffern sind entscheidend. "04" steht für ECE R 44-04 oder "03" für ECE R 44-03."

Autokindersitz Bestimmung

Nach welcher Norm das jeweilige Kinderschutzsystem getestet wurde, steht auf einem kleinen weißen oder orangefarbenen Etikett, das an den Kindersitzen angebracht sein muss. Steht dort die Prüfnorm ECE R 44/03 oder ECE 44/04, dann erlaubt der Gesetzgeber deren Verwendung. Steht dort aber die Nummer ECE R 44/01 oder ECE 44/02, dann müssen diese Sitze vor dem 8. April 2008 ausgebaut werden. Ab diesem Stichtag sind europaweit nur noch Sitze mit der Prüfnorm „03” oder „04” gültig. Wird das Verbot nicht beachtet, droht ein Bußgeld von 30 Euro. Sind mehrere Kinder nicht vorschriftsmäßig gesichert, drohen sogar 35 Euro. Der Grund für diese Änderung ist, dass die mit „01” und „02” bezeichneten Sitze nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Wer sich erst vor wenigen Jahren einen neuen Kindersitz gekauft hat, ist von dieser Änderung nicht betroffen.

Universal Aussage nach welcher Kategorie der Kindersitz
9 bis 18 kg zugelassen für dieses Körpergewicht
E Europäisches Prüfzeichen
1 Kennzahl des Landes, in welchem der Sitz zugelassen wurde (1 für Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, 4 für Holland usw.)
03 Nummer der Zulassung. Die beiden ersten Ziffern zeigen, nach welcher Version der ECE R 44 der Kindersitz zugelassen ist (in diesem Fall ECE R 44 03)
Fa. Teddy & Co. Name des Herstellers (dieser muss nicht zwingend angegeben sein)

Entspricht der Sitz dem Gewicht des Kindes? Ist die Kinderrückhalteeinrichtung für die geplante Montage auf dem Rücksitz oder auf dem Vordersitz Ihres Fahrzeuges zugelassen? Angaben dazu macht der Hersteller häufig direkt auf der Verpackung. Lässt sich der Sitz problemlos in Ihrem Auto installieren? Prüfen Sie, ob ausreichend Gurtlänge vorhanden ist - insbesondere bei rückwärtsgerichteten Systemen. Der Sitz darf im Auto nicht wackeln. Sind die Gurtschlösser für Sie gut erreichbar, wenn der Sitz im Auto installiert ist? Lassen Sie sich den Einbau des Sitzes von einem Experten in Ihrem Auto demonstrieren. Wichtig: Es gibt auch "mitwachsende" Systeme, die größere Alters- und Gewichtsspannen abdecken, also über mehrere ECE-Gruppen hinweg einzusetzen sind. Nehmen Sie Ihr Kind beim Kauf eines neuen Sitzes mit, damit es "seinen Sitz" mit auswählen kann.

Sicherheit aus 2. Hand

Ein Kindersitz, der bereits in einen Unfall verwickelt war, darf auf keinen Fall wieder verwendet werden. Übernehmen Sie nur gebrauchte Sitze, die ganz sicher unfallfrei sind. Selbstverständlich muss auch der gebrauchte Sitz über ein ECE-Prüfzeichen und eine vollständige Bedienungsanleitung verfügen.

Montage im Auto

Neben der Auswahl des passenden Systems für Ihr Kind ist der richtige Einbau im Fahrzeug für die Sicherheit entscheidend. Gehen Sie bei der Befestigung des Kindersitzes im Fahrzeug und bei der Sicherung Ihres Kindes immer genau nach der Bedienungsanleitung des Sitzes vor. Wenden Sie sich bei Unklarheiten an Ihren Fachhändler oder an den Hersteller des Kindersitzes.Achten Sie auf Airbag-Warnhinweise. Auf Sitzplätzen mit aktivem Front-Airbag dürfen rückwärtsgerichtete Kindersitze unter keinen Umständen installiert werden. Der Airbag kann durch eine Fachwerkstatt deaktiviert werden. Nehmen Sie nie eigene Befestigungskonstruktionen vor. Achten Sie darauf, dass das Rückhalte-System fest mit dem Fahrzeug verbunden ist. Einzelne Kindersitze sollten im Auto immer auf der Beifahrerseite montiert werden. Beim Ein- und Aussteigen sind Sie und Ihr Kind so auf der "sicheren" - dem Verkehr abgewandten - Seite.

Behinderte Kinder

Für behinderte Kinder hat der Gesetzgeber spezielle Regelungen erlassen. Hier kann von der ECE-Regelung 44 abgesehen werden, wenn das behinderte Kind auf eine spezielle Rückhalte-Einrichtung angewiesen ist. Ein solches Attest muss von einem Arzt ausgestellt werden. Es muss auf den Namen des Kindes ausgestellt sein und darf nicht älter als vier Jahre sein. Zudem muss diese Bescheinigung immer mitgeführt und auf Verlangen bei einer möglichen Verkehrskontrolle vorgezeigt werden.

Viele Kinder im Auto: Wer sitz wo?

Wollen Sie mehr als zwei Kinder im Auto mitnehmen, stellt sich schnell die Frage: Welches Kind sitzt wo? Ganz generell gilt: Nehmen Sie nie mehr Kinder mit, als Sie in geeigneten Kinder-Rückhalte-Systemen sichern können. Da Sitzerhöhungen grundsätzlich mit einem Drei-Punkt-Gurt gesichert werden müssen, sollten Sie zunächst Kinder über 25 kg Körpergewicht in diesem System sichern. Ist auf der Rückbank kein dritter Drei-Punkt-Gurt, sondern nur ein Beckengurt vorhanden. Prüfen Sie, ob ein weiterer Kindersitz mit dem Beckengurt gesichert werden darf. Kinder mit einem Körpergewicht von 15 bis 25 kg können Sie beispielsweise auch mit einem Fangkörper und Beckengurt auf der Rückbank sichern. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie auf dem Beifahrersitz ausweichen.

Das sollte beachtet werden!

Planen Sie Ihre Autofahrten. Säuglinge sollten nach Möglichkeit nicht längere Zeit im Auto mitfahren müssen. Machen Sie auf längeren Strecken regelmäßige Pausen, um dem Bewegungsdrang Ihrer Kinder Rechnung zu tragen. Machen Sie das Anschnallen im Kindersitz zur Selbstverständlichkeit - auf jeder Fahrt und sei sie noch so kurz. Sprechen Sie mit Freunden und Verwandten darüber, dass Ihr Kind nicht ungesichert im Auto mitfahren darf. Geben Sie Ihrem Kind im Zweifelsfall seinen Kindersitz mit. Halten Sie an, wenn Ihr Kind sich abschnallt und fahren Sie erst weiter, wenn Ihr Kind wieder gesichert ist. Achten Sie immer darauf, dass die Gurte eng am Körper anliegen und richtig sitzen. Schnallt sich Ihr Kind schon selbst an, sollten Sie den Gurtverlauf vor jedem Fahrtantritt überprüfen. Sichern Sie den Kindersitz auch dann, wenn er ohne Kind im Auto mitgeführt wird. Transportieren Sie keine schweren oder scharfkantigen Gegenstände im Fahrzeuginneren (z.B. auf der Hutablage).

Fragen & Antworten

Wie lange muss überhaupt ein Kindersitz benutzt werden?
Der § 21a, Abs. 1a der Straßenverkehrsordnung (StVO) sagt dazu folgendes: Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind. Dies gilt nicht in Kraftomnibussen mit einer zulässigen Gesamtmassen von mehr als 3,5 t. Bedeutung: Das 12 Lebensjahr wird am 12.Geburtstag vollendet. Das Kind muss also entweder 12 Jahre alt sein oder 150 cm groß. Ist eines dieser beiden Kriterien erreicht, muss kein Kindersitz mehr benutzt werden. Im Einzelfall ist es jedoch unbedingt zu empfehlen, dass ältere Kinder noch eine Sitzerhöhung benutzen, wenn nur dadurch ein ordnungsgemäßer Gurtverlauf erreicht werden kann. Ob ein Kindersitz geeignet ist, ergibt sich aus der ECE Zulassung. Für welche Fahrzeuge Gurte vorgeschrieben sind, ergibt sich aus § 35a Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO)

Darf ich ein Kind auf dem Beifahrersitz mitnehmen, wenn es den Kindersitz benutzt?
Ja, hierbei ist es unerheblich, ob das Kind auf dem Rücksitz oder dem Beifahrersitz befördert wird. Genauere Angaben enthält die Bedienungsanleitung Ihres Kindersitzes.

Darf ich trotz Beifahrerairbag ein Kind auf diesem Sitz befördern?
Bei aktiviertem Beifahrerairbag darf niemals ein Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung montiert werden (siehe Warnhinweis in der Bedienungsanleitung Ihres Kindersitzes). Babyschalen müssen somit zwangsläufig auf den Rücksitz, natürlich rückwärtsgerichtet. In Fahrtrichtung gerichtete Kindersitze können auf dem Beifahrersitz benutzt werden (keine Liegeposition), diese sollten jedoch in die hinterste Position gebracht werden (Beifahrersitz ganz zurück setzen).

Ich habe im Fahrzeug Beckengurte. Was für einen Sitz nehme ich da?
Sitzerhöhungen dürfen grundsätzlich nur mit einem Drei-Punkt Gurt gesichert werden. Für Beckengurte gibt es spezielle Sitzsysteme, die für Kinder bis 25 kg Körpergewicht geeignet sind. Erkundigen Sie sich bitte im Fachhandel über diese speziellen Rückhaltesysteme.

Mein Auto hat hinten keine Kopfstützen und das Kind ragt mit dem Kopf über die Lehne heraus.
Soll ich dann besser auf die Sitzerhöhung verzichten?

Auch in diesem Fall darf nicht auf das Rückhaltesystem verzichtet werden, dies ist gesetzlich einwandfrei geregelt. Der Autogurt würde ohne die Sitzerhöhung, die den ordnungsgemäßen Gurtverlauf gewährleistet, sehr ungünstig und gefährlich über den Hals und den Bauchbereich laufen. Außerdem gibt es im Fachhandel / Autoteilezubehör Kopfstützen (für Kinder), die in den meisten Fahrzeugen problemlos nachgerüstet werden können.

Mein Kind ist noch keine 12 Jahre und keine 150 cm. Es wiegt aber über 36 kg. Auf den Kindersitzen der Gruppe III ist das Gewicht aber bis 36 kg beschränkt. Muss trotzdem ein Kindersitz benutzt werden?
Ja, um einen ordnungsgemäßen Gurtverlauf zu gewährleisten muss weiterhin zumindest eine Sitzerhöhung oder eine in der Gruppe 3 zugelassene Rückhalteeinrichtung benutzt werden.

Alles zum Theam ISOFIX

Was ist ISOFIX?
ISOFIX ist ein standardisiertes starres Fixierungssystem für Kindersitze im Pkw.

Wie funktioniert ISOFIX?
Zwei Rastarme mit Schnappverschlüsse greifen um Einrastbügel, die am Fahrzeug- boden zwischen Sitzlehne und Sitzfläche befestigt sind und verriegeln den Kindersitz fest mit dem Fahrzeug. Dadurch wird im Falle eines Unfalles die sofortige kontrollierte Teilnahme des Kindersitzes an der Fahrzeugverzögerung ermöglicht.

Was ist der Vorteil von ISOFIX?
Mit diesem System sind Einbaufehler nahezu ausgeschlossen und es ist sehr einfach in der Handhabung! Die bisherigen Befestigungen mit dem Erwachsenengurt führen sehr häufig zu einem unbefriedigenden Einbauergebnis in der Praxis. Untersuchungen ergaben, dass über die Hälfte (knapp 60 %) der Kindersitze fehlerhaft eingebaut werden. Selbst ein optimal eingebautes herkömmliches System erreicht nicht die niedrigen Crashwerte eines ISOFIX-Systems.

Welche Fahrzeuge haben ISOFIX?
ISOFIX wurde erstmalig von VW mit der Einführung des neuen Golf IV auf der IAA 1997 vorgestellt. Heute ist ISOFIX bei fast allen Fahrzeugherstellern bereits serienmäßiger Standard, oder kann zumindest gegen geringen Aufpreis bestellt werden.

Auf welchen Sitzplätzen können ISOFIX-Sitze verwendet werden?
In der Regel sind die beiden äußeren Sitzplätze auf der Rücksitzbank mit ISOFIX-Befestigungspunkten ausgerüstet. Einzelne Anbieter ermöglichen dies auch auf dem Beifahrersitz, sofern der Beifahrer-Airbag manuell abschaltbar ist. In Fahrzeugen mit variablen Einzelsitzen (z.B. in Großraumlimousinen, Vans), besteht die Möglichkeit, die Position von Sitzplätzen mit ISOFIX zu variieren.

Können ISOFIX Kindersitze in jedem Fahrzeug mit ISOFIX-Vorrichtungen verwendet werden?
Nein, derzeit besteht nur die Möglichkeit ISOFIX-Sitze für einzelne Fahrzeugtypen zuzulassen. Eine Verwendung in Fahrzeugen die für den Isofix Kindersitz nicht zugelassen ist, ist nicht zulässig.

Was kostet ein ISOFIX Kindersitz?
Kindersitze mit ISOFIX sind durch den hohen technischen Aufwand ca. 50 bis 100 EURO teurer als herkömmliche vergleichbare Kindersitze.

Kindersitz für alle Kinder
Werden Kinder bis zu 5 Jahren in der Regel (92 %) in vorgeschriebenen Rückhaltesystemen gesichert, so nimmt dies bei älteren Kindern rapide ab. Studien haben gezeigt, dass nur noch 59 % in der Altersgruppe ab 6 Jahren in altersgemäßen Rückhalte-Systemen gesichert werden. Auch wenn große Kinder Sitzerhöhungen oft als "Kinderkram" ablehnen, lassen Sie nicht locker. Appellieren Sie an die Eigenverantwortung und das Sicherheitsbewusstsein Ihres Kindes. Der richtige Sitz ist im Auto in jeder Alterklasse Lebensretter Nr. 1 für Ihr Kind.